Lohnsteuerliche Behandlung des Jobtickets

 

Das Jobticket stellt einen geldwerten Vorteil des Arbeitgebers in Höhe von ca. 40 Euro im Monat dar. Die Jahressumme dieses geldwerten Vorteils wird in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung als "Arbeitgeberleistung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte" ausgewiesen.

Auswirkungen auf die persönliche Steuerschuld hat dies in zweierlei Hinsicht:

  1. Geldwerte Vorteile sind grundsätzlich steuerpflichtig; sie bleiben jedoch steuerfrei, solange die monatliche Freigrenze von 44 Euro nicht überschritten wird. Kommen aber weitere geldwerte Vorteile durch den Arbeitgeber hinzu, z. B. durch den Kauf von ermäßigten Schwimmbadtickets oder die Inanspruchnahme subventionierter Kinderbetreuung, und wird dadurch die Freigrenze überschritten, werden die gesamten geldwerten Vorteile zum normalen Monatsgehalt addiert und gemeinsam mit diesem versteuert (Lohnsteuer, Kirchensteuer, Soli).
     
  2. Die in der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesenen "Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte"  werden vom Finanzamt von den individuell geltend gemachten Werbungskosten automatisch abgezogen. Dies führt zu einer Minderung der Steuererstattung, wenn die geltend gemachten Werbungskosten über dem Werbungskostenpauschbetrag von zur Zeit 1.000 Euro liegen.
    Ob dies im Einzelfall zu einer verminderten Steuerrückzahlung durch das Finanzamt führt, hängt von der Höhe der Werbungskosten ab. Auf jeden Fall sollte man die  Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte als Werbungskosten geltend zu machen, denn diese werden nicht 'automatisch' vom Finanzamt berücksichtigt.

Seitenbearbeiter: Personalrat
Letzte Änderung: 15.03.2017