Bereichsbild
Kontakt

Universitätsmuseum
Anja Meissner
Tel. +49 6221 54-3593
meissner@zuv.uni-heidelberg.de

 
SUCHE

Über das Universitätsmuseum

Unimuseum 160x200Das Universitätsmuseum befindet sich in jenen drei Räumen im Erdgeschoß der Alten Universität, in denen um 1800 die naturgeschichtlichen Sammlungen aufbewahrt wurden. Der Gang durch die Universitätsgeschichte gliedert sich chronologisch in die Epoche der Pfälzer Kurfürsten (Raum A), die badische Zeit (Raum B) und das zwanzigste Jahrhundert (Raum C).

Die Zeit der pfälzischen Herrschaft (1386-1786) wird illustriert zum einen durch die Portraits der für die Universität wichtigsten Kurfürsten, die das Kurpfälzische Museum der Stadt Heidelberg zur Verfügung gestellt hat. Außerdem dokumentieren Faksimiles von Urkunden aus dem Universitätsarchiv und aus der Bibliotheca Palatina die Gründung der Universität, ihre wirtschaftlichen Grundlagen, Lehre und Studium in der Frühzeit. Die wichtigsten Ausstellungsstücke in der pfälzischen Zeit sind die Zepter der Universität und der Artistenfakultät, Höhepunkte mittelalterlicher Goldschmiedekunst.

1803 wird  die Universität Heidelberg Badische Landesuniversität. Portraits, Titelbilder und Studentenpfeifen zeigen Aufbruchstimmung und Romantik. Die Etablierung der Naturwissenschaften  dokumentieren zwei Vitrinen mit Apparaten und Instrumenten von Helmholtz, Kirchhoff und Bunsen. Den Abschluss dieses Raumes bildet das 500jährige Jubiläum, das die Universität mit Beteiligung des Kronprinzen und der Großherzoglichen Familie prunkvoll beging.

Der letzte Raum beginnt mit einem Überblick über die Heidelberger Kreise um Max Weber und Stefan George - Kreise, in denen zunehmend auch Frauen eine Rolle spielten. Es folgen die Portraits wichtiger demokratischer Professoren der Weimarer Republik. Verschiedene Exponate dokumentieren die Aktivitäten der Naturwissenschaften und des Universitätsbauamtes ebenso wie das Frauenstudium - Heidelberg lag 1925 mit 15 % Frauenanteil weit über dem Durchschnitt deutscher Universitäten.

Großen Raum nehmen die Jahre 1933 bis 1945 ein: Zahlreiche Universitätsangehörige wurden aus rassischen und politischen Gründen vertrieben. 1936 feierte man das 550jährige Bestehen der Universität unter Beteiligung nationalsozialistischer Prominenz. Der Neuanfang nach 1945 war geprägt von Namen wie Karl Jaspers, der einen moralischen Neubeginn forderte, und dem Chirurgen und späteren Gründer des DKFZ Karl Heinrich Bauer. „Unter den Talaren, der Muff von tausend Jahren…“ ­– die Universitätsgeschichte bleibt turbulent, auch wenn sie im Museum vorläufig 1986, zum 600-jährigen Jubiläum, endet.

Parallel zu den Räumen der Dauerausstellung erstreckt sich ein Wechselausstellungsraum. Hier werden etwa alle drei bis vier Monate höchst unterschiedliche Sonderausstellungen eröffnet. Sie zeugen vom Engagement studentischer und bürgerschaftlicher Gruppen, von den vielseitigen Forschungen und Interessen, die die Volluniversität und die Stadt Heidelberg prägen. Ob Musiker, Marionetten oder Manuskripte – lassen Sie sich überraschen.

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 19.05.2010