Hengstbergerpreisträger 2006

Combs

2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 20072005, 2004

PD Dr. Stephanie Combs, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, ist eine ausgewiesene Spezialistin und Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Strahlentherapie. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Präzisionsstrahlentherapie, insbesondere im Bereich der Neuroonkologie.
Ihr Projekt:

29. 09. – 30. 09. 2008
"Innovative Radiation Oncology with Particles: Interdisciplinary Concepts for Protons and Carbon Ions in Multimodal Treatment Approaches"

PD Dr.Stephanie Combs, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg

Moderne strahlentherapeutische Verfahren bieten eine große Anzahl von innovativen Therapieformen, insbesondere auch mit geladenen Teilchen wie Protonen und Kohlenstoffionen, um Krebspatienten zu behandeln. Ein entscheidender Vorteil dieser Methode ist die gezielte Bestrahlung von bösartigen Tumoren bei möglichst großer Schonung des umliegenden gesunden Gewebes. Die internationale Zusammenarbeit von Physikern, Biologen und Strahlentherapeuten auf diesem Gebiet erhält aufgrund der großen klinischen Relevanz und der enormen technologischen Entwicklung eine besondere Bedeutung. Am Universitätsklinikum Heidelberg entsteht in der Abteilung Radioonkologie und Strahlentherapie in enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt das international einzigartige Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) für die Therapie mit Protonen und Schwerionen. Das Symposiumsvorhaben von PD Dr. Stephanie Combs hat zum Ziel, die internationale Expertise auf dem Gebiet der Teilchenstrahlentherapie zur Krebsbehandlung synergistisch zu nutzen, um moderne, multimodale interdisziplinäre Studienkonzepte zu entwickeln und um möglichst schnell für den Patienten eine sichere klinische Routine anbieten zu können.

 

Weissenrieder

Prof. Dr. Annette Weissenrieder und
Dr. Gregor Etzelmüller

Theologische Fakultät
Universität Heidelberg
Kisselgasse 1
69117 Heidelberg

Projekt:
06. 03. – 08. 03. 2008
"Religion und KrankenbehandlungWelche Formen der Koppelung sind lebensförderlich?"

 

 

Etzelmueller

Ihr Vorhaben bringt medizinische, theologische, soziologische und kulturgeschichtliche Perspektiven im Thema "Religion und Krankenbehandlung – welche Formen der Koppelung sind lebensförderlich?" zusammen. Ausgangspunkt ist der Kontrast zwischen dem lebensweltlichen Sachverhalt, dass Krankheiten gedeutet werden müssen, und dem medizinischen Ideal, Krankheiten als sinnfreie Phänomene zu betrachten. So ist die vom Patienten als Katastrophe erlebte Krankheit für die moderne Medizin nur eine zufällige Überschwemmung durch Mikroorganismen. Damit sind Kranke zwar von dem Misstrauen befreit, sich die Krankheit als eigene Schuld zurechnen zu müssen – zugleich aber mit ihrem Bedürfnis nach Bedeutung alleingelassen. Da sich aber an der Deutung der praktische Umgang mit der Krankheit und die Art der Bemühung um ihre mögliche Überwindung entscheiden, stellen Annette Weissenrieder und Gregor Etzelmüller die Frage: Sind alle Deutungen von Krankheit medizinisch betrachtet gleichrangig? In dem von ihnen geplanten Symposium sollen Verhältnisbestimmungen von medizinischer und religiöser Krankheitsdeutung in verschiedenen Kulturen grundlegend bedacht werden, um so Kriterien für eine lebensförderliche Kopplung von Religion und Krankenbehandlung zu gewinnen.

 

 

 

Gies

Prof. Dr. Holger Gies und Prof. Dr. Thomas Gasenzer
Fakultät für Physik und Astronomie
Universität Heidelberg
Philosophenweg 16
69120 Heidelberg

Projekt:
18. 07. – 21. 07. 2007
"Ultrakalte Gase"

 

Gazenser

Die beiden Physiker erforschen mit theoretischen Methoden Probleme der Physik, die sich mit den kleinsten Einheiten einer physikalischen Größe beschäftigen. Ihre Forschungsgebiete erscheinen auf den ersten Blick absolut gegensätzlich: Thomas Gasenzer erforscht die Physik der ultrakalten Quantengase nahe am absoluten Temperaturnullpunkt. Holger Gies untersucht Aspekte der Physik des Urknalls. Beide verwenden sie die gleiche theoretische Beschreibung, nämlich die Quantenfeldtheorie. Diese Theorie findet auch in anderen Gebieten der Physik erfolgreich Verwendung. In den Vokabeln, die die Physiker unterschiedlicher Ausrichtung dabei nutzen, gibt es aber große Unterschiede: Die beschreibende Sprache ist nicht die gleiche. Thomas Gasenzer und Holger Gies überzeugten das Auswahlgremium mit ihrem sehr ambitionierten Ziel, in einem Hengstberger-Symposium Physiker aus verschiedenen Gebieten zusammenzubringen und mit ihnen Wissenstransfer zu diskutieren und zu üben. Damit war dieses Symposium eine Bereicherung für die verschiedensten Gebiete der Physik und besonders auch für die Heidelberger Physik.

 

 

Prof. Dr. Carsten Watzl
Abteilung Allgemeine Immunologie
Serologie und Hämatologische Diagnostik mit Blutbank,
Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 305
69120 Heidelberg

Sein Projekt:
06. 12. - 08. 12. 2006
Natürliche Killer Zellen - von der Grundlagenforschung zum Einsatz in der modernen Krebstherapie

Watzl

Carsten Watzl, habilitierter Biologe und Nachwuchsgruppenleiter, arbeitet an dem Thema "Natürliche Killerzelle (NK)". Diese Zellen des Immunsystems kämpfen an vorderster Front gegen Krebszellen und zerstören körpereigene Zellen, die von Viren befallen sind. In Deutschland hat die Natürliche Killerzelle bis vor wenigen Jahren selbst bei Immunologen wenig Beachtung gefunden. Durch die Arbeiten der Nachwuchsgruppe von Carsten Watzl beginnt Heidelberg seine Vormachtstellung in der Erforschung dieser auch für die Klinik interessanten Abwehrzellen zu etablieren. Mit dem Hengstberger-Preis würdigt das Auswahlgremium nicht nur Carsten Watzls wissenschaftliche Leistungen, sondern auch sein im Dezember 2006 durchgeführtes Vorhaben, in einem Symposium mit hochkarätigen Fachvertretern und Nachwuchswissenschaftlern den Brückenschlag von der Grundlagenforschung zum klinischen Einsatz der Nartürlichen Killerzelle in der Krebsbekämpfung zu vollziehen.

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Letzte Änderung: 17.11.2012
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