Leben in Heidelberg
a. Wohnen
Wohnheime des Studentenwerks
Das Studentenwerk Heidelberg hat in Heidelberg und den Nachbargemeinden über 50 Studentenwohnheime mit ca. 3300 Zimmern und Appartements, von denen jeweils zu Semesterbeginn etwa ein Drittel frei wird.
Behinderte und chronisch kranke Studierende werden bei der Zimmervergabe bevorzugt.
Bewerben kann man sich online hier.
Mit der Bewerbung um einen Wohnheimplatz muss eine Kopie des Behindertenausweises (GdB mind. 50%) oder ein ärztliches Attest vorgelegt werden, aus dem Art und Umfang der Behinderung hervorgeht, andernfalls ist keine bevorzugte Aufnahme möglich. Allerdings ist die Nachfrage oft größer als der vorhandene Wohnraum, so dass nicht immer alle Bedürfnisse erfüllt werden können.
Wer ein rollstuhlgeeignetes oder sonstiges behindertenfreundliches Zimmer benötigt, sollte sich deshalb schon möglichst früh bewerben (ca. 6 Monate vor dem Abitur) und vorher einmal nach Heidelberg kommen, um sich die Situation vor Ort selbst anzusehen.
Auskünfte zu den Wohnheimen des Studentenwerks erhält man unter der Telefonnummer: (0 62 21) 54 27 06; Faxnummer: (0 62 21) 60 05 67 oder per E-Mail: wohnen@stw.uni-heidelberg.de.
Außerdem gibt es Informationen zu den Wohnheimen auf der Homepage des Studentenwerks.
Zimmervermittlung für den privaten Wohnungsmarkt:
InfoCenter in der Triplex-Mensa (Zimmervermittlung Altstadt)
Grabengasse 14, 69117 Heidelberg
Öffnungszeiten: Mo – Do 10 – 17 Uhr, Fr 10 – 14 Uhr;
Vor dem Semesterbeginn ist das InfoCenter auch an einigen Samstagen geöffnet.
InfoCafé International in der Zentralmensa (Zimmervermittlung Im Neuenheimer Feld)
Im Neuenheimer Feld 304, 69120 Heidelberg
Öffnungszeiten: Mo - Do 10 – 17 Uhr, Fr 10 – 15 Uhr
Online können die Angebote auf der Homepage des Studentenwerks eingesehen werden.
b. Sport
Die Universität Heidelberg bietet neben dem Studienfach Sportwissenschaft für alle Interessierten den Hochschulsport an.
Im Hochschulsport wird ein umfangreiches Sportangebot angeboten, vom Lauftreff über Kampfsportarten, Tanz, Yoga bis hin zu Wasserball, sodass jeder was für sich findet.
Am Hochschulsport darf jede(r) Immatrikulierte(r) der Universität Heidelberg teilnehmen in den meisten Sportarten ohne sich vorher anzumelden, allerdings erfolgt am Eingang zur Sporthalle eine Ausweiskontrolle, um die Zugehörigkeit zur Universität Heidelberg nachzuweisen. So kann man auch einfach in eine Sportart reinschnuppern und wenn es einem nicht gefällt, sich was Neues suchen.
Sie finden auf der Internetseite des Hochschulsports nicht nur jeweils das aktuelle Sportprogramm, sondern auch Infos über die anmeldepflichtigen Sportarten, wo und wann das Training stattfindet und viele weiteren Infos.
Speziell in Bezug auf Behinderungen jeglicher Art sollte dies am Anfang des Semesters dem Dozenten mitgeteilt werden, damit dieser Rücksicht auf Sie nehmen kann- grundsätzlich ist aber eine Teilnahme an allen Sportarten möglich.
Neben dem Hochschulsportprogramm gibt es in Heidelberg und Umkreis viele Sportgruppen für Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung. Einfach im Internet mal suchen.
c. Mobilität
1. Bus und S - Bahn:
Um Ihnen die aktuellsten Infos über den Heidelberger ÖPNV zu geben, haben wir uns mit einem Vertreter der Rhein-Neckar-Verkehr-GmbH (rnv) Rücksprache gehalten.
Sind Busse und Bahnen im Stadtverkehr rollstuhlgerecht?
Die Busse sind technisch 100% rollstuhlgerecht, da jeder Bus mit einer Rampe für Rollstuhlfahrer ausgerüstet ist. Diese kann bei Bedarf vom Fahrpersonal bedient werden und ermöglicht somit selbst bei geringer Bordsteinhöhe einen rollstuhlgerechten Zugang.
In Heidelberg fahren nach wie vor noch unterschiedliche Straßenbahngenerationen.
Bei den neuesten Bahnen ist dank der Niederflurtechnik an den Haltestellen mit Hochbahnsteigen (30cm) ein barrierefreier Ein- und Ausstieg mit dem Rollstuhl möglich. Der Zugang zu den Fahrzeugen bei niedrigen Bordsteinen erfolgt über Rampen. Die älteren Generationen werden teilweise umgebaut und mit einem Niederflurmittelteil versehen. Für die Linie 5 (ehemals OEG) werden neue Niederflurfahrzeuge beschafft. Bis 2013 soll der Fuhrpark des RNV zu 100% aus niederflurigen und damit barrierefreien Fahrzeugen bestehen.
Wo findet man im Internet Informationen dazu?
Auf der Homepage des RNV www.rnv-online.de steht unter dem Menüpunkt Mobilität (à Mobilität à Mobil mit dem Rollstuhl) ein Haltestellenplan für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste zur Verfügung. Dieser informiert über Haltestellen für Busse und Bahnen im RNV-Streckennetz, die mit erhöhten Bahnsteigen ausgestattet sind und somit den Ein- und Ausstieg zu den niederflurigen Fahrzeugen erleichtern.
Werden Haltestellen angesagt?
Prinzipiell sind in allen RNV-Fahrzeugen Ansagesysteme vorhanden und die Haltestellen werden automatisch angesagt. In den alten Straßenbahnen werden die Ansagen noch von Fahrern gemacht. Außerdem werden an größeren Haltestellen elektronische Anzeigetafeln eingesetzt.
Gibt es Kostenvergünstigungen für Behinderte?
Grundsätzlich gibt es den Schwerbehindertenausweis, bei dem es sich folgendermaßen gestaltet: wenn er mit einem „B“ versehen ist, darf die Begleitperson des Behinderten kostenlos mitfahren, der Behinderte aber nicht.
Dazu kann man bei einem hohen Behinderungsgrad (100%, 80%...) für ca. 60 € eine Wertmarke kaufen, die für das ganze Jahr gilt. Damit fährt man dann als Behinderter komplett kostenfrei. Mit einem „B“- Schwerbehindertenausweis und einer Wertmarke fahren also beide, der Behinderte und sein Begleiter, umsonst.
Grundsätzlich muss gesagt werden, dass die Fahrkartenpreise von der „Dachfirma“ urn/vrn gestaltet und festgelegt werden, die rnv als eines von vielen angeschlossenen Verkehrsunternehmen kann nur Vorschläge einbringen.
Gibt es spezielle Hilfen für Blinde?
Alle neuen Haltestellen haben Blindenleitstreifen; die Fahrer wurden darauf hingewiesen und halten entsprechend an der richtigen Stelle. Die Blindenkennzeichnung ist in Zusammenarbeit mit dem deutschen Blindenverband entwickelt und flächendeckend abgestimmt worden.
Problematisch ist hier, dass Heidelberg verkehrstechnisch so eng ist. Oft verläuft ein Fahrradweg zwischen der Bahn und der Haltestelle oder direkt hinter der Haltestelle. Da kann man einem Blinden natürlich keine falsche Sicherheit vorgaukeln, indem man einen normalen Leitstreifen über den Fahrradweg legt. Daher sind alle Leitstreifenabschnitte, die sich mit den Wegen anderer Verkehrsteilnehmer kreuzen, genoppt und nicht wie üblich gestreift.
Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat auf Anregung und mit Unterstützung des Badischen Blinden- und Sehbehindertenvereins erstmals ein neues Linienverzeichnis für Blinde und Sehbehinderte erstellt. Es handelt sich um eine Haltestellenaufstellung mit Umsteigerelationen der S-Bahnen und Stadtbahnen in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg.
Das Verzeichnis kann in Großschrift oder Punktschrift gegen eine Schutzgebühr von drei Euro bestellt werden bei:
Badischer Blinden- und Sehbehindertenverein
Augartenstraße 55
68165 Mannheim,
Telefon (0 62 1) 40 20 31
Fax (0 62 1) 40 23 04
E-Mail: info@bbsvvmk.de.
Das Linienverzeichnis für Blinde und Sehbehinderte kann auch im Bürgeramt Mitte eingesehen werden.
Ist nachts ein Sonderausstieg auch zwischen zwei Haltestellen möglich?
Bei Moonlinern (Sonderbuslinien, die Freitag- und Samstagnachts fahren) immer, wenn man rechtzeitig Bescheid sagt. Das Personal ist entsprechend geschult worden. Sollte das einmal doch nicht der Fall sein: Datum, Uhrzeit und am besten das Kennzeichen, die Wagennummer oder die Linie notieren und bei der Beschwerde-Hotline anrufen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass bei rnv grundsätzlich der gute Wille zu Verbesserungen vorhanden ist und auch Pläne für einen behindertenfreundlichen Personennahverkehr vorliegen.
Im Internet findet man Informationen über Niederflurfahrzeuge und andere Einstiegsmöglichkeiten in die Fahrzeuge der Heidelberger Verkehrsbetriebe für gehbehinderte Menschen. Die Servicenummer lautet (0 18 05) 55 54 65, die e-Mail-Adresse: barrierefreiheit@rnv-online.de. In der gebundenen Ausgabe des Fahrplans zeigen Symbole die Rollstuhlgerechtigkeit der Fahrzeuge an.
2. Bahnfahren:
HelferInnen der Bahnhofsmission Heidelberg unterstützen RollstuhlfahrerInnen montags bis freitags von 7 - 19 Uhr und am Wochenende von 9 - 19 Uhr beim Ein-, Aus- und Umsteigen. Voranmeldungen sind unter der Telefonnummer (0 62 21) 2 38 24 zu machen, aber auch spontan stehen die Damen und Herren in blauen Jacken an den Gleisen bereit. (http://www.caritas-heidelberg.de/bm/bm.html).
Unter der Rufnummer 0 18 05 51 25 12 bietet die Bahn einen speziellen Mobilitätsservice an (14 Ct./Min.): Montag bis Freitag von 8 – 20 Uhr, Samstag von 8 - 16 Uhr.
3. Kostenloser Fahrdienst für schwerbehinderte Menschen
Das DRK hat mit der Stadt Heidelberg eine Vereinbarung über den Beförderungsdienst für schwerbehinderte Menschen abgeschlossen, zuständig ist Frau Herbold (0 62 21) 90 10 32.
Der Fahrdienst ist jetzt einkommens- und vermögensabhängig, was bedeutet, dass für einen Antrag beim Amt für Soziale Angelegenheiten und Altenarbeit (Sachgebiet Eingliederungshilfe) entsprechende Nachweise erbracht werden müssen. Grundsätzlich stehen behinderten Menschen aus dem Stadtkreis Heidelberg, die aufgrund ihrer Behinderung keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können (wird mit Schwerbehindertenausweis „aG“ oder entsprechender Bestätigung des Gesundheitsamtes nachgewiesen), acht kostenlose Hin- und Rückfahrten monatlich im Stadtgebiet zur Verfügung. Die Vereinbarung umfasst Fahrten für alle möglichen Zwecke (Theater, Besuche, Behördengänge...), ausgenommen sind Wege zum Einkaufen und zum Arzt.
Kontakt:
Amt für soziale Angelegenheiten und Senioren
Fischmarkt 2
69117 Heidelberg
Telefon (0 62 21) 58 37 000.
4. Taxi
In Heidelberg gibt es Taxen (VW-Busse), in denen ein E Rollstuhl transportiert werden kann. Sie können bei der Funktaxi-Vermittlungszentrale Telefon (0 62 21) 30 20 30 bestellt werden, stehen aber eher für längere und geplante Ausflugsfahrten als für spontane Kurzstrecken in der Stadt zur Verfügung, weil die Autos umgebaut werden müssen.
d. Kino und Kultur
Ab und zu muss man sich vom Lernen auch eine Pause gönnen. Wenn Sie diese Pause mit kulturellem Inhalt füllen möchten, stehen Ihnen in Heidelberg viele Möglichkeiten bereit:
- Kino: Gloria/Gloriette, Kamera, Karlstorbahnhof und Studio Europa sorgen dafür, dass Sie nicht nur die Hollywood - Blockbuster, sondern auch Arthouse Filme sehen können. Für Hörbehinderte gibt es auch teilweise Filme mit OmU.
- Theater: Über 10 verschiedene Theater/-gruppen sorgen das ganze Jahr über für ein vielseitiges Programmangebot, nicht zu versäumen sind die Schlossfestspiele im Sommer
- Museen: von Carl-Bosch, über Rugby, Verpackung, Apotheken und die berühmte Prinzhorn-Sammlung
Mehr Infos sowie Veranstaltungskalender zum Heidelberger Kulturangebot findet Sie im Internet.
Die Gebäudezugänglichkeit für Rollstuhlfahrer finden Sie unter folgendem Link: www.stadtfuehrer-fuer-behinderte-heidelberg.de.
Auch für Seh – und Hörbehinderte gibt es auf dieser Seite jede Menge nützliche Informationen.
e. Sprachlabor
Guten Tag! Bonjour! Hello! Buon giorno! Buenos días! Wenn Sie die Sprachen alle schon beherrschen und etwas Neues lernen möchten oder wenn Sie sie gerne sprechen möchten, finden Sie im Sprachlabor in der Plöck bestimmt den richtigen Kurs. Das Sprachlabor bietet allen Studenten der Universität Heidelberg 12 verschiedene Sprachen in 3 Stufen an, auch exotischere Sprachen wie arabisch, chinesisch und japanisch.
Möchtesn Sie mehr erfahren zu den Kursangeboten, Kosten, Anmeldetagen, dann schauen Sie nach im Internet unter:
http://www.uni-heidelberg.de/institute/fak9/zsl/welcome.htm